Restfeuchte < 18 % Versandkostenfrei ab 250 € 100 % regionales Holz Lieferung in 2–5 Tagen WILLKOMMEN10 – 10 % Rabatt
Heizen

Den Ofen winterfest machen – die Checkliste

Den Ofen winterfest machen – die Checkliste

Wenn die Tage kürzer werden und die ersten kalten Nächte kommen, soll Ihr Ofen zuverlässig und sicher Wärme spenden. Doch ein Kaminofen, Kachelofen oder Holzherd ist nach den warmen Monaten selten sofort einsatzbereit. Rückstände aus der letzten Saison, ausgetrocknete Dichtungen oder ein Schornstein, der lange nicht gereinigt wurde, können den Wirkungsgrad mindern und im schlimmsten Fall zu einem Sicherheitsrisiko werden. Mit einer gründlichen Vorbereitung vor der Heizsaison sorgen Sie dafür, dass Ihr Ofen effizient brennt, weniger Emissionen verursacht und Sie sich auf gemütliche Abende verlassen können. Wir von Holz BES begleiten Sie seit 1962 durch jede Heizsaison und haben für Sie eine praxisnahe Checkliste zusammengestellt.

Warum sich die Vorbereitung vor der Heizsaison lohnt

Ein gut gewarteter Ofen verbrennt das Holz sauberer, gibt mehr Wärme an den Raum ab und verbraucht dadurch weniger Brennstoff. Gleichzeitig schützen Sie sich und Ihre Familie vor vermeidbaren Gefahren wie Schornsteinbränden oder dem Austritt von Rauchgasen. Wer den Ofen frühzeitig winterfest macht, vermeidet außerdem Stress, wenn die erste Kältewelle kommt und alle gleichzeitig an Brennholz und Handwerkertermine denken. Planen Sie die Vorbereitung daher idealerweise im Spätsommer oder frühen Herbst ein.

Die Schritt-für-Schritt-Checkliste

Arbeiten Sie die folgenden Punkte der Reihe nach ab. Lassen Sie den Ofen vor allen Reinigungsarbeiten vollständig auskühlen und tragen Sie bei staubigen Tätigkeiten gegebenenfalls eine Staubmaske.

  • Brennraum reinigen: Entfernen Sie lose Asche, Rußablagerungen und verbrannte Rückstände aus dem Feuerraum.
  • Aschekasten leeren: Leeren Sie den Aschekasten vollständig und füllen Sie kalte Asche in einen nicht brennbaren, geschlossenen Metallbehälter.
  • Dichtungen prüfen: Kontrollieren Sie die Türdichtungen auf Sprödigkeit, Risse oder gequetschte Stellen und tauschen Sie sie bei Bedarf aus.
  • Schamotte kontrollieren: Prüfen Sie die Schamottesteine im Brennraum auf Risse oder Brüche; feine Haarrisse sind meist unbedenklich, größere Schäden sollten ersetzt werden.
  • Sichtscheibe begutachten: Untersuchen Sie die Scheibe auf Risse und reinigen Sie sie; eine gesprungene Scheibe muss vor dem Heizen ausgetauscht werden.
  • Zug und Luftregler testen: Bewegen Sie die Luftschieber und Klappen, um sicherzustellen, dass sie leichtgängig sind und korrekt schließen.
  • Schornstein kontrollieren: Prüfen Sie das Rauchrohr und den Schornsteinanschluss auf festen Sitz, Korrosion und Ablagerungen.
  • Schornsteinfeger-Termin vereinbaren: Lassen Sie Kehrung und Prüfung rechtzeitig von Ihrem zuständigen Schornsteinfeger durchführen.
  • Rauch- und CO-Melder prüfen: Testen Sie die Melder und erneuern Sie schwache Batterien.
  • Holzvorrat anlegen: Sichern Sie sich rechtzeitig genügend trockenes Brennholz, Briketts oder Pellets für die gesamte Saison.

Brennraum, Aschekasten und Scheibe gründlich reinigen

Beginnen Sie mit dem Inneren des Ofens. Kehren Sie lose Asche zusammen und saugen Sie feinen Flugstaub am besten mit einem speziellen Aschesauger auf. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Asche vollständig erkaltet ist, denn Glutnester können sich unter einer Ascheschicht erstaunlich lange halten. Die Sichtscheibe reinigen Sie mit einem dafür geeigneten Glasreiniger oder einem bewährten Hausmittel aus feuchtem Küchenpapier und etwas feiner Holzasche. Verzichten Sie auf scharfe, kratzende Reiniger, die die Oberfläche beschädigen könnten.

Dichtungen, Schamotte und Verschleißteile im Blick

Dichtungen aus Glasfaserschnur werden mit der Zeit hart und verlieren ihre Funktion. Schließen Sie ein Blatt Papier in der Ofentür ein und ziehen Sie daran: Lässt es sich mühelos herausziehen, ist die Dichtung wahrscheinlich verschlissen. Die Schamottesteine schützen den Stahlkörper Ihres Ofens vor der Hitze und sorgen für eine bessere Verbrennung. Feine Haarrisse sind normal, doch bei abplatzenden Stücken oder durchgehenden Brüchen sollten die Steine ersetzt werden. Halten Sie sich bei allen Ersatzteilen an die Vorgaben des Ofenherstellers.

Zug, Schornstein und der Termin beim Schornsteinfeger

Ein guter Zug ist die Grundlage für eine saubere Verbrennung. Prüfen Sie, ob sich Rauchrohr und Schornsteinanschluss fest verbinden und ob Klappen und Luftregler leichtgängig arbeiten. Ablagerungen im Rauchrohr verengen den Querschnitt und verschlechtern den Abzug. Die eigentliche Kehrung und die sicherheitstechnische Prüfung des Schornsteins gehören jedoch in die Hände Ihres zuständigen Bezirksschornsteinfegers. Vereinbaren Sie den Termin frühzeitig, denn im Herbst sind die Kalender schnell gefüllt. Der Schornsteinfeger erkennt auch, ob Ihr Abbrandverhalten Spuren wie starke Versottung hinterlässt, die auf zu feuchtes Holz oder falsches Heizen hindeuten.

Wie Sie mit der richtigen Technik für eine saubere, rußarme Verbrennung sorgen, lesen Sie in unserem Ratgeber zum richtigen Anheizen mit Abbrand von oben.

Sicherheit zuerst: Rauchmelder und CO-Melder

Funktionierende Rauchmelder sind in Wohnräumen Pflicht und retten Leben. Drücken Sie den Testknopf jedes Melders und tauschen Sie schwache Batterien aus. Wer mit festen Brennstoffen heizt, sollte zusätzlich über einen Kohlenmonoxid-Melder nachdenken. Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung oder bei einem gestörten Abzug entstehen kann und lebensgefährlich ist. Platzieren Sie CO-Melder gemäß den Herstellerangaben und prüfen Sie deren Funktion ebenfalls vor Saisonbeginn. Achten Sie darauf, dass der Aufstellraum Ihres Ofens ausreichend mit Verbrennungsluft versorgt wird.

Rechtzeitig trockenen Holzvorrat anlegen

Der beste Ofen nützt wenig ohne den passenden Brennstoff. Entscheidend ist die Restfeuchte: Nur ausreichend trockenes Holz verbrennt sauber, gibt die volle Heizleistung ab und schont Schornstein und Umwelt. Unser Brennholz ist kammergetrocknet auf höchstens 18 Prozent Restfeuchte und damit sofort einsatzbereit. Wie Sie selbst nachmessen, erklären wir Ihnen im Beitrag zum Restfeuchte messen.

Planen Sie Ihren Bedarf für die gesamte Saison und bestellen Sie frühzeitig, statt im Winter unter Druck zu geraten. Unsere Lieferung erfolgt frei Bordsteinkante innerhalb von 2 bis 5 Werktagen, ab einem Bestellwert von 250 Euro versandkostenfrei; selbstverständlich ist auch eine Selbstabholung bei uns im Sägewerk möglich. Mit dem Gutscheincode WILLKOMMEN10 erhalten Sie als Neukunde 10 Prozent Rabatt auf Ihre erste Bestellung. Unser Holz stammt aus 340 Hektar eigenem, PEFC-zertifiziertem Mischwald im Wiehengebirge und Osnabrücker Land, bewirtschaftet in drei Generationen seit 1962.

Den Lagerplatz vorbereiten

Bereiten Sie den Lagerplatz vor, bevor die Lieferung eintrifft. Ideal ist ein luftiger, überdachter und regengeschützter Ort, an dem das Holz weiter nachtrocknen und gut belüftet bleiben kann. Stapeln Sie die Scheite mit etwas Abstand zur Wand und nicht direkt auf dem Erdboden, damit Feuchtigkeit nicht von unten aufsteigt. Detaillierte Tipps dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Brennholz richtig lagern.

Häufige Fragen

Wann sollte ich meinen Ofen winterfest machen?

Am besten im Spätsommer oder frühen Herbst, bevor die erste Kältewelle kommt. So haben Sie genug Zeit für die Reinigung, einen Schornsteinfeger-Termin und die Bestellung Ihres Holzvorrats, ohne unter Zeitdruck zu geraten.

Wie erkenne ich, ob mein Brennholz trocken genug ist?

Geeignetes Brennholz hat eine Restfeuchte von höchstens etwa 18 bis 20 Prozent. Sie können dies mit einem Holzfeuchtemessgerät an einer frisch gespaltenen Fläche überprüfen. Unser kammergetrocknetes Brennholz liegt mit höchstens 18 Prozent zuverlässig in diesem Bereich.

Muss ich trotz eigener Reinigung den Schornsteinfeger kommen lassen?

Ja. Ihre eigene Reinigung von Brennraum und Scheibe ersetzt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Kehrung und Prüfung durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger. Beides ergänzt sich und sorgt gemeinsam für einen sicheren Betrieb.

Zurück zum Ratgeber