Trockenes Holz ist die halbe Miete für einen sauberen, warmen Ofen. Doch wie trocken ist Ihr Brennholz wirklich? Die sogenannte Restfeuchte entscheidet darüber, wie viel Wärme in Ihrem Kaminofen ankommt, wie viel Ruß entsteht und ob Sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Die gute Nachricht: Die Restfeuchte zu messen, ist denkbar einfach. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie vorgehen, welche Faustregeln auch ohne Messgerät helfen und warum sich der Blick auf die Holzfeuchte für Sie auszahlt.
Was bedeutet Restfeuchte beim Brennholz?
Die Restfeuchte, oft auch Holzfeuchte genannt, gibt an, wie viel Wasser noch in Ihrem Brennholz steckt. Sie wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf das Verhältnis von Wassergewicht zum Gewicht des trockenen Holzes. Frisch geschlagenes Holz kann einen Feuchtegehalt von weit über 50 Prozent aufweisen – ein erheblicher Teil seines Gewichts ist also schlicht Wasser. Dieses Wasser muss beim Verbrennen erst verdampfen, bevor das Holz richtig Wärme abgeben kann. Genau deshalb ist die Restfeuchte der wichtigste Qualitätsmaßstab für gutes Brennholz.
Holz nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und gibt sie wieder ab. Ein gewisser Restgehalt an Wasser bleibt also immer erhalten – selbst bestens gelagertes Holz trocknet nicht auf null Prozent. Entscheidend ist, den Wert in einen Bereich zu bringen, der für die Verbrennung optimal ist.
Gesetzliche Grenze und sinnvoller Zielwert
Der Gesetzgeber schreibt eine klare Obergrenze vor: Nach der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) darf Brennholz im Hausgebrauch eine Restfeuchte von maximal 25 Prozent haben. Wer feuchteres Holz verbrennt, riskiert nicht nur einen schlechten Abbrand, sondern verstößt auch gegen geltendes Recht.
Empfehlenswert ist allerdings ein deutlich niedrigerer Wert. Als praxisnaher Zielwert gilt eine Restfeuchte von höchstens 18 Prozent. In diesem Bereich verbrennt Holz besonders effizient, sauber und mit voller Wärmeleistung. Unser Brennholz bei Holz BES wird genau auf diesen Zielwert kammergetrocknet: Wir liefern es mit einer Restfeuchte von höchstens 18 Prozent aus. Getrocknet wird es in unserer Trockenkammer, die mit der Abwärme der hauseigenen Hackschnitzelheizung betrieben wird – ressourcenschonend und gleichmäßig.
Restfeuchte messen mit dem Holzfeuchtemessgerät
Am genauesten bestimmen Sie die Restfeuchte mit einem Holzfeuchtemessgerät. Diese kleinen Geräte gibt es bereits günstig im Baumarkt oder Fachhandel. Sie verfügen über zwei Messspitzen, die Sie in das Holz drücken, und zeigen den Feuchtegehalt direkt auf dem Display an. Damit das Ergebnis stimmt, sollten Sie jedoch ein paar Punkte beachten.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor
- Frisches Scheit spalten: Nehmen Sie ein Scheit aus dem Stapel und spalten Sie es frisch. Die Außenseite eines Scheits ist oft trockener als der Kern und liefert daher einen verfälschten Wert.
- An der Innenfläche messen: Setzen Sie die Messspitzen auf der frisch gespaltenen Innenseite an, etwa in der Mitte des Scheits. Dort ist die Holzfeuchte am aussagekräftigsten.
- Quer zur Faser messen: Drücken Sie die Spitzen quer zur Holzfaser ein. So erhalten Sie die zuverlässigsten Messwerte.
- Mehrere Stellen prüfen: Messen Sie an mehreren Punkten und an mehreren Scheiten aus dem Stapel. Der Mittelwert gibt Ihnen ein realistisches Bild.
- Raumtemperatur beachten: Messen Sie nach Möglichkeit bei Zimmertemperatur, da sehr kaltes Holz das Ergebnis beeinflussen kann.
Liegt der gemittelte Wert bei 18 Prozent oder darunter, ist Ihr Holz optimal zum Heizen geeignet. Da wir bei Holz BES bereits mit höchstens 18 Prozent ausliefern, können Sie unser Brennholz jederzeit gern nachmessen und sich selbst von der Qualität überzeugen.
Faustregeln ohne Messgerät
Sie haben gerade kein Messgerät zur Hand? Auch dann können Sie sich einen guten Eindruck verschaffen. Mit etwas Erfahrung verraten Ihnen einfache Tests, ob ein Scheit trocken genug ist.
- Gewicht: Trockenes Holz ist deutlich leichter als frisches. Nehmen Sie zwei vergleichbar große Scheite in die Hand – das trockenere fühlt sich spürbar leichter an.
- Geräusch: Schlagen Sie zwei Scheite gegeneinander. Trockenes Holz klingt hell und klar, feuchtes Holz dagegen dumpf.
- Risse: Gut getrocknetes Holz zeigt an den Stirnseiten feine Risse, die sternförmig von der Mitte nach außen verlaufen.
- Spülmittel-Test: Tragen Sie etwas Spülmittel auf ein Stirnende auf und pusten Sie kräftig am anderen Ende. Bilden sich am Spülmittel kleine Seifenblasen, ist das Holz trocken genug, denn die Luft kann durch die offenen Kanäle des trockenen Holzes strömen.
Diese Faustregeln ersetzen keine genaue Messung, geben Ihnen aber eine verlässliche Orientierung – gerade dann, wenn Sie selbst Holz lagern. Wie das richtig funktioniert, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema Brennholz richtig lagern.
Warum sich trockenes Holz für Sie lohnt
Der Unterschied zwischen feuchtem und trockenem Holz ist enorm. Bei feuchtem Holz muss ein großer Teil der Energie zunächst dafür aufgewendet werden, das enthaltene Wasser zu verdampfen. Diese Energie geht Ihnen als Heizwärme verloren. Trockenes Holz hingegen gibt seine gespeicherte Energie nahezu vollständig als Wärme ab – Sie holen also deutlich mehr Heizleistung aus jedem Scheit heraus.
Hinzu kommt die Sauberkeit der Verbrennung. Feuchtes Holz verbrennt unvollständig, qualmt stark und schlägt sich als Ruß und Glanzruß im Ofen und im Schornstein nieder. Das verschmutzt nicht nur die Scheibe, sondern erhöht auch das Risiko eines Schornsteinbrands. Trockenes Holz verbrennt sauberer, hinterlässt weniger Ruß und schont so Ofen und Kamin.
Damit das trockene Holz auch optimal abbrennt, kommt es auf die richtige Technik an. Wie Sie Ihren Ofen sauber in Gang bringen, erfahren Sie in unserem Beitrag zum richtigen Anheizen mit Abbrand von oben. Und wer mit gut getrocknetem Holz heizt, tut zugleich dem Klima einen Gefallen – warum das so ist, lesen Sie unter klimafreundlich heizen mit Holz.
Qualität aus dem Wiehengebirge
Als Bad Essener Sägewerk GmbH & Co. KG verarbeiten wir seit 1962 Holz im Wiehengebirge im Osnabrücker Land – inzwischen in dritter Generation. Unser Holz stammt aus 340 Hektar eigenem, PEFC-zertifiziertem Mischwald. Dieser kurze Weg vom Wald bis zur Trockenkammer ist die Grundlage dafür, dass wir Ihnen Brennholz mit verlässlich niedriger Restfeuchte von höchstens 18 Prozent liefern können. Neben Brennholz finden Sie bei uns auch Holzpellets, Holzbriketts und Stammholz.
Ihre Bestellung liefern wir frei Bordsteinkante innerhalb von 2 bis 5 Werktagen, ab einem Bestellwert von 250 Euro versandkostenfrei. Selbstverständlich können Sie Ihr Holz auch selbst bei uns abholen. Mit dem Gutscheincode WILLKOMMEN10 sichern Sie sich bei Ihrer ersten Bestellung 10 Prozent Rabatt.
Häufige Fragen
Welche Restfeuchte darf Brennholz höchstens haben?
Gesetzlich vorgeschrieben ist nach der 1. BImSchV eine Restfeuchte von maximal 25 Prozent. Empfehlenswert für eine effiziente und saubere Verbrennung ist jedoch ein Wert von höchstens 18 Prozent. Unser Brennholz liefern wir bereits mit dieser niedrigen Restfeuchte aus.
Wo am Scheit sollte ich die Restfeuchte messen?
Spalten Sie das Scheit frisch und messen Sie auf der Innenfläche, quer zur Holzfaser. Die Außenseite ist meist trockener und verfälscht das Ergebnis. Prüfen Sie zur Sicherheit mehrere Stellen und mehrere Scheite und bilden Sie den Mittelwert.
Kann ich die Restfeuchte auch ohne Messgerät einschätzen?
Ja. Trockenes Holz ist leichter, klingt beim Aneinanderschlagen hell, zeigt feine Risse an den Stirnseiten und besteht den Spülmittel-Test mit kleinen Seifenblasen. Diese Faustregeln ersetzen keine exakte Messung, geben aber eine gute Orientierung.