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Lagerung

Brennholz richtig lagern – so bleibt es trocken

Brennholz richtig lagern – so bleibt es trocken

Wer mit Holz heizt, weiß: Die Wärme im Ofen entscheidet sich nicht erst beim Anzünden, sondern lange vorher – nämlich am Lagerplatz. Nur trockenes Holz brennt sauber, heiß und sparsam. Bei Holz BES – Bad Essener Sägewerk GmbH & Co. KG im Wiehengebirge wird unser Brennholz bereits kammergetrocknet auf eine Restfeuchte von höchstens 18 Prozent geliefert. Damit ist es sofort einsatzbereit. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie diesen Zustand zuverlässig erhalten und worauf es bei der Lagerung wirklich ankommt.

Warum die richtige Lagerung über Ihre Wärme entscheidet

Feuchtes Holz ist teures Holz. Ein großer Teil der Energie verpufft beim Verbrennen ungenutzt, weil sie zunächst das eingelagerte Wasser verdampfen muss. Die Folgen sind ein schwacher Abbrand, stark rußende Scheiben, Glanzruß im Schornstein und unnötig hohe Emissionen. Trockenes Holz mit einer Restfeuchte von rund 15 bis 18 Prozent dagegen entzündet sich leicht, brennt gleichmäßig und gibt seine volle Heizleistung ab.

Unser Brennholz aus Buche, Eiche, Esche, Birke und Mischholz wird in unserer Trockenkammer schonend getrocknet – mit der Abwärme der hauseigenen Hackschnitzelheizung. So erreichen wir verlässlich die geforderten Werte, ohne dass Sie monatelang vortrocknen müssen. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, das Holz trocken zu halten.

Der ideale Lagerort: sonnig, luftig, windexponiert

Holz trocknet und bleibt trocken, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Wärme und Luftbewegung. Wählen Sie deshalb einen Platz, der möglichst viel Sonne abbekommt und gut vom Wind durchströmt wird. Die ideale Ausrichtung ist die Süd- oder Westseite des Hauses, da hier Sonne und Hauptwindrichtung gemeinsam für eine rasche Abtrocknung nach Regen sorgen.

  • Sonne: Eine südliche Lage erwärmt den Stapel und beschleunigt das Verdunsten von Oberflächenfeuchte.
  • Wind: Stellen Sie den Stapel quer zur Hauptwindrichtung auf, damit die Luft hindurchziehen kann.
  • Abstand zur Wand: Halten Sie mindestens 5 bis 10 Zentimeter Luft zur Hauswand, damit die Rückseite belüftet bleibt und keine Feuchtigkeit zwischen Mauer und Holz steht.
  • Abstand zum Boden: Lagern Sie Holz niemals direkt auf der Erde. Eine Unterlage aus Paletten, Kanthölzern oder Latten verhindert, dass Bodenfeuchte aufsteigt.

Vermeiden Sie dauerhaft schattige, zugestellte Ecken sowie geschlossene Räume ohne Luftaustausch. Genau dort entsteht das Mikroklima, in dem Holz nicht mehr nachtrocknet, sondern wieder Feuchtigkeit zieht.

Stapeltechnik: So bleibt Luft im Spiel

Ein guter Stapel ist stabil und luftdurchlässig zugleich. Setzen Sie die Scheite nicht zu eng, sondern lassen Sie bewusst kleine Lücken, durch die die Luft zirkulieren kann. Stapeln Sie das Holz auf eine durchgehende Unterlage und sichern Sie die Enden des Stapels, etwa durch versetztes Kreuzstapeln oder seitliche Pfosten, damit nichts umkippt.

Praktische Regeln für den Stapel

  • Rinde nach oben bei gekrümmten Scheiten – so läuft Regenwasser ab statt sich zu sammeln.
  • Eine Handbreit Abstand zwischen mehreren Reihen verbessert die Durchlüftung deutlich.
  • Stapelhöhe so wählen, dass der Stapel stabil bleibt und Sie bequem an das oberste Holz herankommen.
  • Spalten Sie zu dicke Scheite – kleinere Querschnitte trocknen schneller und brennen besser.

Abdecken: oben schützen, Seiten offen lassen

Der häufigste Fehler bei der Holzlagerung ist das vollständige Einpacken des Stapels in Folie oder Plane. Was vor Regen schützen soll, wird so zur Feuchtigkeitsfalle: Unter der dichten Hülle kann das Holz nicht mehr atmen, Kondenswasser sammelt sich, und Pilze sowie Schimmel finden ideale Bedingungen.

Richtig ist das genaue Gegenteil. Decken Sie ausschließlich die Oberseite des Stapels ab, damit Regen und Schnee ablaufen – etwa mit einer überstehenden Plane, Trapezblechen oder einem einfachen Pultdach. Die Seiten bleiben offen, damit Wind und Sonne weiter ungehindert durch den Stapel ziehen können. So bleibt Ihr Holz trocken, ohne unter der Abdeckung zu schwitzen.

Kammergetrocknet oder frisch: Das ist der Unterschied

Bei der Lagerung kommt es entscheidend darauf an, in welchem Zustand das Holz bei Ihnen ankommt.

Kammergetrocknetes Holz von Holz BES

Unser kammergetrocknetes Brennholz hat die Trocknung bereits hinter sich und liegt zuverlässig bei höchstens 18 Prozent Restfeuchte. Es muss nicht erst über Monate oder Jahre abtrocknen, sondern ist sofort ofenfertig. Ihre einzige Aufgabe ist es, diesen Zustand zu bewahren: trocken, abgedeckt und gut belüftet lagern – dann können Sie jederzeit nachlegen. Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, lässt sich der Wert mit einem einfachen Messgerät kontrollieren. Wie das geht, lesen Sie unter Restfeuchte messen.

Frisches oder selbst geschlagenes Holz

Frisch geschlagenes Holz enthält je nach Art zwischen 50 und 60 Prozent Wasser und muss vor der Verbrennung ein bis zwei Jahre, bei Eiche eher länger, an der Luft trocknen. Es gehört in jedem Fall nach draußen an einen sonnigen, luftigen Platz – niemals frisch in den Keller. Welche Holzart sich für welchen Zweck eignet, erfahren Sie in unserem Vergleich Buche, Eiche oder Birke.

Drinnen oder draußen lagern?

Die eigentliche Trocknung und die Hauptlagerung gehören nach draußen, wo Sonne und Wind ihre Arbeit tun. Ein geschlossener Keller oder eine Garage ohne Luftaustausch ist zum Trocknen ungeeignet, weil die feuchte Luft nicht entweichen kann – hier droht Schimmel an Holz und Wänden.

Drinnen sinnvoll ist lediglich ein kleiner Tagesvorrat, den Sie bereits trockenem Holz entnehmen und für den Ofen bereithalten. So gewöhnt sich das Holz an die Raumtemperatur und lässt sich besonders gut anzünden. Größere Mengen feuchtes Holz haben in Wohnräumen dagegen nichts verloren.

Pilz und Schimmel zuverlässig vermeiden

Pilze und Schimmel brauchen Feuchtigkeit und stehende Luft. Wer beides vermeidet, hat das Problem im Griff. Achten Sie deshalb konsequent auf:

  • Bodenabstand durch eine trockene Unterlage statt direktem Erdkontakt.
  • Luftzirkulation durch lockeres Stapeln und offene Seiten.
  • Nur die Oberseite abdecken, niemals den gesamten Stapel einhüllen.
  • Trockenes Ausgangsholz, denn nasses Holz im geschlossenen Raum schimmelt fast zwangsläufig.

Riecht Holz muffig oder zeigt es weiße, watteartige Beläge, war die Lagerung zu feucht. Solches Holz sollte aussortiert und nicht im Wohnraum gelagert werden.

Pellets und Briketts richtig lagern

Für gepresste Brennstoffe gilt eine einfache Regel: Sie müssen absolut trocken bleiben. Holzpellets und Holzbriketts quellen bei Feuchtigkeitskontakt auf, zerfallen und verlieren ihren Heizwert. Lagern Sie sie deshalb grundsätzlich überdacht und in einem trockenen Raum, etwa im Keller oder in einer geschlossenen, trockenen Garage – also genau umgekehrt wie Scheitholz.

  • Säcke nicht direkt auf einen kalten Betonboden stellen, sondern auf eine Palette, um Kondensfeuchte zu vermeiden.
  • Angebrochene Gebinde wieder verschließen.
  • Vor Spritzwasser und Tauwasser schützen.

Häufige Fragen

Muss ich kammergetrocknetes Brennholz von Holz BES noch nachtrocknen?

Nein. Unser Brennholz wird in der Trockenkammer auf höchstens 18 Prozent Restfeuchte gebracht und ist damit sofort einsatzbereit. Sie müssen es nur trocken und gut belüftet halten, damit es diesen Zustand behält. Wie Sie richtig einheizen, erklären wir unter richtig anheizen mit Abbrand von oben.

Darf ich meinen Holzstapel komplett mit einer Plane abdecken?

Nein. Decken Sie nur die Oberseite ab, damit Regen und Schnee ablaufen, und lassen Sie die Seiten offen. Eine vollständig umhüllte Plane staut Feuchtigkeit und begünstigt Schimmel. Wind und Sonne müssen weiterhin durch den Stapel ziehen können.

Wie lange kann ich trockenes Brennholz lagern?

Richtig gelagertes, trockenes Holz hält sich über mehrere Jahre, ohne an Qualität zu verlieren. Entscheidend ist allein, dass es trocken, luftig und mit Bodenabstand liegt. So heizen Sie nicht nur sparsam, sondern auch besonders umweltschonend – mehr dazu lesen Sie unter heizen mit Holz – klimafreundlich.

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